Verhaltensprobleme beim Hund verstehen und nachhaltig ändern
Dein Hund möchte dir nichts beweisen. Er möchte dir etwas mitteilen.

"Ich habe Hühnerhaut am ganzen Körper. Ich bin völlig hin und weg, das war jetzt so ein Wahnsinnsmoment. Jetzt gerade vorhin ist Gerry mit einem Spielzeug herumgelaufen und er hatte es so freudig locker im Maul und ich konnte ihn darauf ansprechen und mit Worten sein Spielen bestätigen. Ich bin auf einem Stuhl im Garten gesessen. Dann kommt er zu mir her und bietet mir das Spielzeug ganz fein an und ich konnte es dann nehmen, etwas beuteln und ihm dann wieder überlassen. Wow, ich fand das eine ganz wahnsinnige Situation, wenn man bedenkt, dass er sich seit einem Jahr weder anfassen noch das Geschirr anlegen, geschweige denn spazieren führen lassen kann."
Verhaltensprobleme beim Hund gehören zu den häufigsten Gründen, weshalb Menschen Unterstützung suchen. Ob Angst, Aggression, ständiges Bellen, Unsicherheit oder Leinenaggression – hinter jedem Verhalten steckt eine Ursache. Faktoren können sein Angst und Unsicherheit, Schmerzen und körperliche Erkrankungen, chronischer Stress, traumatische Erfahrungen, unsichere Welpenzeit, zu frühes Absetzen von der Mutter, Überforderung des Nervensystems, epigenetische Gründe.
Auf dieser Seite erfährst du, weshalb Verhaltensprobleme entstehen und warum nachhaltige Veränderung dort beginnt, wo wir den Hund als Ganzes verstehen.
Wenn Hunde bellen, knurren, an der Leine ziehen, aggressiv reagieren oder sich zurückziehen, wird das häufig als Ungehorsam oder schlechtes Benehmen interpretiert. Doch Verhalten ist immer eine Form der Kommunikation. Dein Hund zeigt dir nicht, dass er schwierig ist. Er zeigt dir, dass ihn etwas belastet.
Viele Verhaltensprobleme entstehen nicht aus mangelnder Erziehung, sondern aus Angst, Stress, Schmerzen, Unsicherheit, belastenden Erfahrungen oder einer dauerhaften Überforderung des Nervensystems. Solange diese Ursachen bestehen, lässt sich das Verhalten zwar oft kontrollieren oder unterdrücken, die eigentliche Belastung bleibt jedoch bestehen.
Deshalb beginnt nachhaltige Veränderung nicht mit der Frage, wie sich ein Verhalten abstellen lässt, sondern warum es überhaupt entstanden ist und wie es sich - ohne Druck und im Tempo des Tieres - verändern kann.
Verhalten ist ein Symptom, nicht die Ursache
So wie Fieber ein Hinweis darauf ist, dass im Körper etwas nicht stimmt, ist auch Verhalten oft ein Zeichen dafür, dass ein Hund Unterstützung braucht. Hinter einem Hund, der ständig bellt, aggressiv reagiert oder nicht zur Ruhe findet, steckt häufig ein Nervensystem, das sich dauerhaft in Alarmbereitschaft befindet.
Der Hund hat nicht lernen dürfen, was Sicherheit bedeutet und seine Reaktionen sind der einzige Weg, in dem Moment, wie er sich auszudrücken weiss.
Mein Blick auf Verhaltensprobleme
In meiner Arbeit geht es nicht darum, Verhalten zu kontrollieren oder einen Hund möglichst schnell funktionieren zu lassen. Ich möchte verstehen, was dein Hund braucht, um sich wieder sicher zu fühlen.
Jeder Hund besitzt die Fähigkeit, sich zu regulieren und Sicherheit wiederzufinden. Genau hier setzt meine Arbeit an. Im Somatic Coaching gehen wir davon aus, dass weder Mensch noch Hund "repariert" werden müssen. Stattdessen schaffen wir Bedingungen, unter denen das Nervensystem wieder in Balance kommen kann. Dort sind alle Reaktionen für den Moment genau richtig - der Körper kennt die Antwort sozusagen!
Jeder Hund bringt seine eigene Geschichte mit. Deshalb suche ich nicht nach einer schnellen Lösung, sondern nach den Ursachen, die das Verhalten beeinflussen.
In meiner Arbeit mit Menschen und Hunden verbinde ich Erkenntnisse aus der Verhaltensbiologie mit vorwiegend körperorientierten Ansätzen wie der Trust Technique® und dem Somatic Coaching. Ziel ist es, Stress zu reduzieren, Selbstregulation zu fördern und dem Hund die Möglichkeit zu geben, neue Erfahrungen in einem Zustand von Sicherheit und Vertrauen zu machen. Denn nachhaltige Veränderung entsteht nicht durch Druck, sondern durch innere Ruhe, Verständnis und eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Mensch und Hund. Dieser Gedanke zieht sich durch meine gesamte Arbeit mit der Trust Technique®, bei der zunächst der innere Zustand von Mensch und Tier in den Mittelpunkt gestellt wird.
Menschen können selbst erst die Verhaltensprobleme ihres Hundes verstehen, wenn sie entspannt und frei von Ängsten und Erwartungsdruck sind. Erst dann kann Veränderung stattfinden. Wie du in diesen Zustand kommst, das ist Teil unserer Arbeit.
Häufige Verhaltensprobleme, bei denen ich begleite
Ich begleite unter anderem Hunde, die
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ständig bellen oder nur schwer zur Ruhe kommen,
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Angst vor Menschen, Hunden oder bestimmten Situationen haben,
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an der Leine stark reagieren oder aggressives Verhalten zeigen,
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unter Trennungsstress leiden,
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sehr schreckhaft oder unsicher sind,
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nach belastenden Erfahrungen oder Traumata Schwierigkeiten haben, Vertrauen zu fassen,
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aufgrund von Schmerzen oder chronischen Erkrankungen ihr Verhalten verändert haben.
Jeder Hund bringt seine eigene Geschichte mit. Deshalb gibt es bei mir keine Standardlösung, sondern eine individuelle Begleitung, die sich an den Bedürfnissen deines Hundes orientiert.
Du musst den Weg mit deinem Hund nicht alleine gehen. Manchmal beginnt Veränderung mit einem anderen Blick auf das, was dein Hund dir längst zeigen möchte.
In einem unverbindlichen Kennenlerngespräch schauen wir gemeinsam, welche Ursachen das Verhalten beeinflussen könnten und wie ich euch unterstützen kann.



